6 Monate StoppOmat am Col de Rates: Eine erste Bilanz Um es gleich vorwegzunehmen: Er wurde sehr gut angenommen und das ist erst der Anfang. Aber gehen wir der Reihe nach vor. Am 6. Dezember 2009 konnte die Anlage am Col de Rates installiert werden und lief erstmals im Probebetrieb. Einen Monat später am 10. Januar 2010 erfolgte dann die offizielle Einweihung. Im Nachhinein kann man sagen, dass sich bereits dort eine Tendenz abgezeichnet hat: Es werden erstaunlich gute Zeiten gefahren! Momentan liegt der Rekord bei 16 min und 35 sec. für die Bewältigung der 6,8 km und 355 Hm, das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,6 km/h! Der Schnitt aller Teilnehmer liegt aber auch immerhin bei 16,2 km/h bzw. rund 25 min. Fahrzeit. Gestellt haben sich der Herausforderung inzwischen über 900 Radsportler aus allen Herrenländer: Spanien, Großbritanien, Dänemark, Deutschland, Schweiz, Schweden, Finnland, Frankreich, Norwegen, Holland , Belgien, und Luxemburg ist vertreten. Die Stoppomat Nutzer setzen sich wie folgt zusammen: Es wurden 430 verschiedene Fahrer registriert, ca. 100 von diesen sind mehrfach gefahren und die restlichen haben zwar abgestempelt aber ihre Karte nicht in den Briefkasten geworfen (um ein unbefriedigendes Ergebnis zu verbergen?). In den nächsten Wochen erwarten wir den 500sten registrierten Stoppomat Besucher. Diesem winken Biketrikot und Radhose mit Stoppomat Logo als Prämie. Wohlgemerkt, es gehen in diese Zählung nur neue Stoppomat Fahrer und Fahrerinnen ein, mehrfach Nutzer werden nicht mit gezählt. Ausbau der Anlage: Die Strecke wurde soeben mit „Kilometersteinen“ und Steigungshinweisen ausgestattet, die dem Radsportler bei der Abschätzung seiner Fahrleistung unterwegs und der Einteilung der Kräfte helfen sollen. An der Zielstation werden für den erschöpften Rennradfahrer ein Bank mit Tisch und Fahrradständer installiert. Eine dreisprachige Infotafel wird das Equipment vor Ort vervollständigen. Weiterführung des Projekts: Anfragen für weitere Stoppomaten liegen bereits vor. So möchte ein Radsportveranstalter aus dem Baskenland gleich fünf Anlagen in den Pyrenäen verteilen, ein anderer eine Anlage im Raum Madrid installieren und ein weiterer einen Stoppomaten in Andalusien in Betrieb nehmen. Damit könnte in der Zukunft auch in Spanien eine Stoppomat Challenge ausgetragen werden. Events: Fest im Programm steht jetzt schon, dass im Oktober ein Mannschafts Zeitfahren am Col de Rates ausgetragen werden soll. Jeweils vier Fahrer oder Fahrerinnen eines Radclubs gehen gemeinsam an den Start und müssen die Strecke in Teamwork bewältigen, denn nur die Ankunftszeit des dritt platzierten wird gewertet.. Ein anderer wichtiger Radsport Event wird am 05. September den Coll de Rates bereichern: Die 9. Etappe der Vuelta de Espana führt nach dem Start in Calpe über Denia, Ondara, Alcalali zum Col der Rates um dann Richtung Alcoy fortgesetzt zu werden. Wir sind schon heute gespannt in welcher Zeit das Profifeld den Aufstieg meistern wird. Preise für alle Teilnehmer: Nach dem Motto „Nie ohne Ticket über den Col de Rates“ werden in Zukunft jeden Monat drei Preise unter allen Teilnehmern verlost. Voraussetzung ist natürlich, dass die Stempelkarte nach getaner Arbeit auch im Kasten landet. Sponsoren: Neben den drei Betreibern der Stoppomat Anlage Hotel Los Caballos, Maximabikes und Ciclo Costa Blanca sind als Sponsoren mit in dem Projekt vertreten Gusti Zollinger Radsportreisen, Catlike und G-Sport. Als neuer Sponsor für den Stoppomaten konnte die Hamburger Bikeschmiede Bergamont gewonnen werden. Gleichzeitig richtete Bergamont auch ein Rennrad- und MTB- Verleihstation im Sporthotel Los Caballos ein. Das StoppOmat Projekt ist nicht aufzuhalten und hat jetzt auch den Weg nach Spanien gefunden. Seit Samstag, den 05. Dezember 2009 ist die Anlage am Coll de Rates in Betrieb. Auf einem der schönsten und beliebtesten Aufstiege unserer Region können Sie den Stand Ihrer Fitness dokumentieren oder das ganze Ausmaß des Elends, je nachdem. Gestartet wird in dem Ort Parcent auf 275 m und das Ziel, der Coll de Rates ist nach 6,8 km auf 630 m erreicht. 
Spaniens ersten StoppOmaten gibt’s an der Costa Blanca Technische Daten: Lage: Im Hinterland der nördlichen Costa Blanca Start: In Parcent auf 275 m Ziel: Auf dem Col de Rates auf 630 m Länge: 6,7 km Höhenmeter: 355 Mittlere Steigung: 5,3 % |
Anfang des Jahres hatten sich der Schweizerisch/Deutsche Radsportveranstalter „Fit for biking“ und der Englische Veranstalter „Ciclo Costa Blanca“ zusammen getan und das Programm für ihre Gäste zu überarbeitet und zu erweitern. Neben den geführten Touren, dem Training und der Teilnahme an den Marchas (RTFs) sollten auch Bergzeitfahrstrecken angeboten werden. Wie dies umgesetzt werden sollte war jedoch noch unklar. Die Lösung des Problems fand man in dem Artikel über die StoppOmaten in der Mai Ausgabe der TOUR – Genau das hatte man gesucht! Der Kontakt mit dem Vater aller StoppOmaten Roland Hecht war schnell hergestellt, der Berg war ausgesucht und alle Ansprechpartner waren begeistert. Inzwischen war noch der Spanische Radsportladen „Maxima Bikes“ in das Projekt eingestiegen und stellte die erforderlichen Kontakte her. Erstaunlicherweise rannte man überall offene Türen ein und der StoppOmat kann voraussichtlich Ende Oktober in Betrieb genommen werden. Von diesem Termin an findet am Col de Rates ein ganzjähriger Radsport Event statt (eine Winterpause gibt es ja nicht) der für Jedermann gratis zugänglich ist. Jedermann heißt hier, die Mitglieder der zahllosen Rennradclubs vor Ort und die ständig wachsende Zahl von Radsporturlaubern. Somit wird es auch gleich ein internationaler Wettkampf im Bergzeitfahren. Stellen Sie sich der Herausforderung und beherzigen Sie einen Tipp vom Fachmann fürs Zeitfahren: „Am Ziel sollten Sie alle Kräfte mobilisiert haben. Wenn Sie am Ende der Zeitfahrstrecke noch Sprinten können, haben Sie etwas falsch gemacht!“ ( Natter, A., perfektes Radsporttraining)  Die erste Kehre ist geschafft aber bis zum im Hintergrund sichtbaren Ziel sind es noch 4,5 km und 300 Hm. Damit sich jedermann professionell auf das Bergzeitfahren vorbereiten kann, dürfen wir hier, mit freundlicher Genehmigung des Autors, das Kapitel „Spezialtraining Zeitfahren“ aus dem Buch „perfektes Radsport-Training“ von Alexander Natter auf unserer Seite präsentieren. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und jede Menge Erfolg bei der Umsetzung im Training. Spezialtraining Zeitfahren Das Zeitfahren ist für die meisten Rennfahrer buchstäblich die „Stunde der Wahrheit“. Dabei geht es nicht nur hart, sondern bis zum Limit zur Sache – und das auch noch über lange Distanzen. In dieser Disziplin zählen nur noch die wesentlichen Kriterien der Leistungsfähigkeit, also die Kraftausdauer, die ein Fahrer entwickeln und über die gesamte Strecke aufrechterhalten kann. Jeder Einzelne fährt allein gegen die Uhr. Wer zu schnell beginnt, dem gehen frühzeitig die Kräfte aus, er wird mehr Zeit verlieren als gewinnen. Am Ziel sollten Sie alle Kräfte mobilisiert haben. Wenn Sie am Ende der Zeitfahrstrecke noch Sprinten können, haben Sie etwas falsch gemacht! Zeitfahren war meine Spezialdisziplin; ich habe lange Beine und eine gute Dehnung in den Muskeln. Dadurch konnte ich längere Pedalkurbeln wählen und in einer aerodynamischen günstigen Sitzposition hohe Übersetzungen für lange Zeit rund treten. Die meisten guten Zeitfahrer verfügen über diese körperlichen Voraussetzungen. Erst Lance Armstrong hat die Welt auf den Kopf gestellt, indem er aufrechter auf dem Rad sitzend ungewöhnlich hohe Trittfrequenzen beim Zeitfahren zeigte. Lance ist ein Beweis dafür, dass man Zeitfahren auch mit scheinbar schlechteren körperlichen Voraussetzungen lernen und trotzdem Spitzenleistungen vollbringen kann. Die Technik Beim Zeitfahren gilt: Je besser die Technik, desto schneller wird die Zeit! Sie müssen beim Zeitfahren nicht nur einen guten, sondern einen perfekten runden Tritt beherrschen. Das lernen Sie am besten mit der althergebrachten Methode der Fahrens ohne Leerlauf mit einer starren Nabe. Diese Methode eignet sich dafür noch besser als das einbeinige Fahren auf dem Hometrainer. Wenn Sie in der Lage sind lange Strecken, mit starrer Nabe und relativ hoher Trittfrequenz zu absolvieren, dann besitzen Sie bereits die besten Voraussetzungen für das eigentlichen Spezialtraining.Eine weitere Möglichkeit mit geringerem Risiko ist die Trainingsmethode Quickpedal. Fahren Sie ganz bewusst immer länger werdende Strecken mit der höchst möglichen Trittfrequenz an einem Stück. Erst wenn Sie den perfekten runden Tritt beherrschen, sollten Sie mit dem speziellen Zeitfahrtraining beginnen. Vorher nicht! Das Zeitfahrtraining Das Training fürs Zeitfahren ist auf eine Dauer von sechs Wochen ausgerichtet, während der Sie sich ausschließlich auf dieses Ziel konzentrieren sollten. Suchen Sie sich dazu eine Strecke aus, die möglichst wenig Verkehrsaufkommen hat und nicht zu viele Steigungen aufweist. Vor dem eigentlichen Zeitfahrtraining wärmen Sie sich etwa 15 Minuten lang mit lockerem Basic-Training auf, und nach dem Training fahren Sie weitere 15 Minuten als Cool-down. Führen Sie dieses Training nicht öfter als dreimal pro Woche durch. Nach jedem Tag Zeitfahrtraining muß mindestens ein Tag lockerem Erholungsfahrens folgen, so wie Sie es aus den bisher behandelten Trainingsplänen kennen. Woche 1 Starten Sie mit einer Zeitfahrstrecke von fünf Kilometern, und fahren Sie diese Strecke mit der Zielgeschwindigkeit. So bekommen Sie auch ein erstes Gefühl für das Tempo. Wenn Sie das hinter sich haben, fahren Sie 20 Minuten in lockerem Tempo und mit hoher Trittfrequenz. Dann absolvieren Sie nochmals die fünf Kilometer in hohem Tempo. Woche 2 Dasselbe wie in Woche 1. Jetzt verlängern Sie die Strecke auf acht Kilometer und erholen sich 15 Minuten. Woche 3 Verlängern Sie die Strecke auf zwölf Kilometer und verringern Sie die Erholung auf zehn Minuten. Woche 4 Bleiben Sie bei den zwölf Kilometern, verringern Sie jetzt aber die Erholungszeit zwischen den beiden Intervallen auf fünf Minuten. Woche 5 Ab dieser Woche fahren Sie nur noch ein Intervall von 20 Kilometern in der Zielgeschwindigkeit. Woche 6 In dieser Woche erhöhen Sie das Streckenpensum auf 25 Kilometer. Eine sehr fortgeschrittene Trainingsvariante, die von Profis gewählt wird, ist das Fahren hinter einem Motorrad. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass Sie einen Schrittmacher haben, der das Tempo vorgibt. Versuchen Sie, auch bei Anstiegen das hohe Tempo zu halten. Dabei werden Sie die aerobe Kapazität überschreiten und im anaeroben Bereich fahren, was wiederum deutlich Ihre Kondition verbessert. Um dieses Training durchführen zu können, brauchen Sie aber einen verlässlichen Motorradfahrer. Sonst wird es zu gefährlich! Wir hoffen jeder konnte sich ein paar wertvolle Anregungen holen und geht jetzt extrem motiviert ins Training. Wer Interesse hat an mehr Information zu allen weiteren Radsport-Disziplinen und ausführlichen Trainingsplänen, dem sei das Buch „perfektes Radsport-Training“ von Alexander Natter, erschienen im COPRESS SPORT Verlag wärmstens empfohlen
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